Beim Netlabel Musicartistry.de wird es leise

Erstellt von musicartistry am Freitag, 20. Januar 2012. Abgelegt in Kategorie Aktuelles

Nach fast zehn Jahren beendet das Netlabel Musicartistry Recordings seine Dienste. Musicartistry gehörte zu den Pionieren der damaligen Netlabel-Szene.

Musicartistry wurde im Jahr 2002 von Michael Renk gegründet. Michael wollte mit seinem Projekt, unbekannten Künstlern die Möglichkeit bieten, ihre Arbeit der Öffentlichkeit zu Verfügung zu stellen. Dazu gehörten Werke aus der Kunst (Fotografie und Bildgestaltung) sowie der Musik. Dadurch entstand auch der Name des Projekts: Musicartistry – eine Kombination aus Musik und Kunst.

Das rasante Wachstum der Netlabel-Kultur hinterließ seine Spuren auch auf Musicartistry. Im Jahr 2004 wurde der Bereich “Kunst” der Website wieder eingestellt und das Konzept überarbeitet. Im Oktober 2004 wurde der Relaunch von “Musicartistry Recordings” durchgeführt. Das Netlabel arbeitete seitdem unter dem neuen Motto “Electronic Diversity”. Nach dem Relaunch, begann Michael Renk, gemeinsam mit Julian van den B., ein Übersetzer aus Köln, die Übersetzung aller Texte der Website ins Englische zu übertragen. Dieser Schritt war notwendig, um Musicartistry für internationale Märkte zugänglich zu machen.

Musicartistry Recordings veröffentlichte über 50 Releases mit weit über 300 MP3 Tracks von 25 verschiedenen Künstlern aus der ganzen Welt. Neben den MP3-Versionen wurden zuletzt auch Videos zu einzelnen Tracks veröffentlicht.
Die letzte Version mit einer Auswahl an Releases haben wir unter der URL netlabel.musicartistry.de veröffentlicht.

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Kommentare (8)

  • Samstag, 28. Januar 2012 von 21:47 |

    Schade, schade, schade! Wieder ein Meilenstein der deutschen Netlabelszene weniger (nachdem kurz vorher bereits stadtgruen seine Pforten geschlossen hat). Dann wird es wohl – sobald das oben genannte Archiv verfügbar ist – auch eine Musicartistry-Abschiedssendung im Freien Radio Kassel geben.

  • Montag, 30. Januar 2012 von 17:28 |

    Hallo,

    vielen Dank für Deinen Kommentar und ich freue mich jetzt schon auf die Sendung. Vielleicht kannst Du hier dann den Link dazu posten, wenn es soweit ist.

    Ich möchte mich an dieser Stelle für einiges bedanken: Zuerst natürlich bei den Acts, mit denen es zu 99% immer Spaß gemacht hat, Releases zu planen und zu veröffentlichen oder einfach mal zu quatschen. Hervorheben möchte ich hier Peripherique, K.Fog und Stig Inge! Ich danke euch!
    Natürlich auch Danke an die Besucher dieser Seite, ohne die ein Weitermachen über 10 Jahre hinweg wohl nicht stattgefunden hätte.
    Und zuguterletzt bei den Supportern, wie Robert von freihoch2, deren nette Worte immer wieder aufs neue Motivation waren, weiter zu machen.

    In diesem Sinne sage auch ich leise bye bye.
    Es war schön mit Euch!

    Micha

    PS: Und jetzt viel Spaß mit dem Music-Blog musicartistry.de

  • Dienstag, 14. Februar 2012 von 16:32 |

    Das erinnert mich an meine Meditation von 2009:

    Macht Netaudio glücklich?

    Seit 1999 produziere ich Musik. Elektronische Musik, weil es für mich die einfachste und schnellste Möglichkeit war, mich musikalisch auszudrücken. Ich wollte immer die Melodien, die mir im Kopf herumschwirrten, festhalten. Am PC konnte ich schnell vielseitig experimentieren. Mit einem “echten” Instrument hätte ich sicher nicht direkt loszulegen können.

    Also arbeitete ich mich in die verschiedensten Programme ein und kreuzte unzählige Genres. In den härteren Bereichen landete ich sogar auf gepressten Compilations, allerdings machte mir der Sound irgendwann keinen Spaß mehr. Mein Stil reduzierte sich langsam. Komischerweise. Denn eigentlich hasste ich den Minimal-Hype und startete deswegen 2005 eine kleine Rave-Offensive. Rave zeichnet sich vor allem durch jene Farbenfreude aus, die den hippen und trockenen Minimalnummern damals fehlte.
    REST021 Da ich mich viel mit Netaudio-Künstlern und Labels beschäftigte, kam ich mit Tobi Tobsucht vom Rest Netlabel in Kontakt. Er hörte sich einmal durch mein kleines Archiv, das ich ihm online zugänglich machte und entschied, dass wir ein Release zusammenstellen sollten. Das klang Spitze. So machten wir die REST021-EP.

    Der ravige Grundton war sicher vielen ein Dorn im Auge. Aber das interessierte mich nicht, weil ich die Musik eigentlich nur für mich machte. “Eigentlich”, weil ich mir insgeheim einen kleinen Hörerkreis wünschte. Denn jeder, der Musik macht, will sie mit anderen teilen – ansonsten kann sie auch einfach im Kopf bleiben.

    Doch bis auf Tobi und einige, die “Beauty Science” und den “White Source Of Thinking”-Remix mochten, meldeten sich nicht viele zu Wort. Nach einiger Zeit denkst du dir dann: “Vielleicht ist die Musik einfach nicht gut genug.” Und: “Die Musik ist doch umsonst! Also warum können die Leute nicht einfach eine oder zwei Zeilen schreiben, egal ob sie die Musik gut oder schlecht finden?!”

    Und das ist das Schlimmste: Du machst dir Gedanken. Bei mir führte es dazu, dass ich immer weniger Tracks produzierte und sie irgendwann nur noch kurz in den gängigen Foren präsentierte. Bei techno-house-electro.de und im electronic-culture-Forum (R.I.P.) hat es so auch eine Zeit lang Spaß gemacht. Aber der kleine Hörerkreis kam irgendwie auch nicht wirklich zustande.

    Mittlerweile produziere ich nur noch Loops und mache kleine Sessions für mich selbst. Die Loops sind ein akustisches Tagebuch, nicht mehr und nicht weniger. Das Rest Netlabel ist mittlerweile auch passé. Auch hier hat das fehlende Feedback bestimmt eine Rolle gespielt.

    Abschließend kann ich also nur noch einmal appellieren: Schenkt Leuten, die euch etwas schenken, doch bitte ein paar Zeilen! Ein paar Sekunden, die ihr euch fürs Feedback nehmt, können andere für Stunden, Tage oder gar Jahre motivieren! Ihr habt die Macht, Netaudio glücklich zu machen!

    ___
    Dann sage ich einfach nochmal Danke für MA054! Und alles Gute fürs neue Blog!

    LG
    Dirk

  • Dienstag, 24. April 2012 von 21:46 |

    Leider ist meine Seite momentan aus technischen Gründen nicht erreichbar, deshalb kündige ich hier die nächste Sendung an (und versuche parallel, mein Blog wieder zum Laufen zu bringen):

    Letzter Auftritt der Musik-Artisten

    Nachdem bereits Ende des letzten Jahres das Netlabel stadtgruen seine Pforten geschlossen hat, müssen wir uns nun auch von Musicartistry Recordings verabschieden. Die in der Sendung bisher vorgestellten Veröffentlichungen dieses Netlabels heben als kleiner Ausschnitt aus dem 55 Alben und EPs umfassenden Katalog von Musicartistry dessen Motto gut hervor: Electronic Diversity. Unter diesem Motto wird dem entsprechend auch die aktuelle Ausgabe des Magazins für freie Musik stehen und einige der letzten Werke vorstellen. Wenn die Zeit es zulässt, wird es zudem in naher Zukunft eine Musicartistry-Sendung in der Nachtschleife des FRK geben.

    Sendetermine im Freien Radio Kassel (Großraum Kassel auf 105,8 MHz, ansonsten im Livestream auf http://www.freies-radio.org):

    Dienstag, 1. Mai 2012 um 19 Uhr
    Wiederholung 2. Mai 2012 um 11 Uhr

    Ich freue mich auch schon auf die Sendung :-)

  • Dienstag, 24. April 2012 von 22:15 |
  • Sonntag, 29. April 2012 von 11:25 |

    Kurze Frage: Ist die komplette Musik offline? Ich habe leider nur eine Hand voll Releases auf meinem Rechner und die 49 ist davon die neueste Veröffentlichung. Gibt es denn noch eine Chance, an neuere Musik zu gelangen?

  • Donnerstag, 3. Mai 2012 von 21:35 |

    Jetzt wird es zum Abschluss doch noch einmal laut(er): http://freihoch2.de/2012/05/musicartistrys-letzte-show Ich hoffe, es gefällt den Musikfreunden hier :-)

  • Montag, 1. September 2014 von 03:58 |

    with flat roof projects…

    musicartistry.de – Ein Musik-Blog » Beim Netlabel Musicartistry.de wird es leise…

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